Crowdfundingplattform dagobertinvest am Prüfstand
Shownotes
In der aktuellen Folge des dagobertinvest Podcasts sprechen wir mit Vorstand Mag. Andreas Zederbauer über ein Thema, das in den letzten Wochen auch medial für Aufmerksamkeit gesorgt hat: das Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart.
Was bedeutet diese Entscheidung für Crowdfunding-Plattformen? Wo endet Verantwortung und wo beginnt sie? Und was heißt das konkret für Anlegerinnen und Anleger?
Ein Gespräch über rechtliche Klarheit, Erwartungen und die feine Linie zwischen Prüfung und Risiko.
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00:00:06: Dagobat Invest Crowdfunding Connection.
00:00:09: Mit Sicherheit einfach besser investieren.
00:00:13: Ihr Podcast für Informationen, Insights und News im Bereich Immobilien Crowdfunding.
00:00:19: Und das von der ersten auf Immobilien spezialisierten Plattform, die in Österreich unter der europäischen Schwarmfinanzierungsdienstleistungsverordnung arbeitet.
00:00:30: Ich spreche heute mit dem Dagobat Invest-Vorstand Magister Andreas Zederbauer über ein Thema, das in den letzten Wochen auch medial für Aufmerksamkeit
00:00:38: gesorgt
00:00:39: hat, nämlich das Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart.
00:00:43: Was bedeutet diese Entscheidung für Crowdinvesting-Plattformen?
00:00:46: Wo endet Verantwortung und wo beginnt sie?
00:00:49: Und was heißt das konkret für Anlegerinnen und Anleger?
00:00:52: Ein Gespräch über rechtliche Klarheit, Erwartungen und die feine Linie zwischen Prüfung und Risiko.
00:00:59: Andreas, warum sprechen wir heute über dieses Urteil und warum ist das Thema für Anleger gerade so wichtig?
00:01:05: Die ganze Immobilienbranche leidet ja noch immer, also unter einer Krise, die schon seit Jahr zwanzig, zweiundzwanzig, spätestens zwanzig, dreiundzwanzig für die meisten begonnen hat.
00:01:17: Und das heißt, wir reden hier noch immer von den qualifizierten Nachhangtalen, die wir eben bis September zwanzig, dreiundzwanzig vermittelt hatten.
00:01:28: Dann im September zweiundzwanzig haben wir ja die ECSP-Lizenz bekommen und ab dann hat ja eine neue Zeitrechnung begonnen, was unsere Produkte und auch die Möglichkeiten der Besicherungen betrifft.
00:01:39: Also grundsätzlich reden wir heute über qualifizierte Nachrang, darlehnen und darüber, welche Haftungen allenfalls Plattformen bei der Vermittlung von solchen Verträgen zu vertreten haben.
00:01:52: Kannst du kurz schildern, worum es in diesem Verfahren eigentlich ging und wie es dazu kam, dass ein Anlieger gegen Dago bei den Best geklagt hat?
00:02:00: In diesem Fall ging es ganz einfach darum, dass ein Kunde von uns mehrere Investitionen gemacht hat, sowohl in ein paar österreichische Projekte als auch in ein zwei deutsche Projekte.
00:02:12: Das war ein deutscher Kunde im Übrigen.
00:02:15: Und ja, scheinbar gab es, offensichtlich gab es Probleme dann bei der Rückzahlung und der Kleger wollte dann sozusagen nach dem man Bei seinem eigentlichen Vertragspartner, also bei den Bauträgern, nichts mehr holen konnte, hat.
00:02:33: er begehrt Schadenersatz von der Plattform Dagoberd in West und hat so versucht, seine veranlagten Gelder von uns zurückzubekommen.
00:02:44: Was wurde Dagoberd in West konkret vorgeworfen?
00:02:47: Es geht immer um Pflichtverletzungen bei der Anlagevermittlung.
00:02:53: Und in welcher Tiefe müssen wir das Plattform an Informationen bereitstellen, wenn wir solche Projekte auf der Plattform zum Zeichnen anbieten?
00:03:01: Wie hat das Gericht entschieden?
00:03:03: Also diese Klage wurde vom Oberlandesgericht Stuttgart vollständig abgewiesen.
00:03:09: Insofern ist es auch einmal wichtig darüber zu berichten im Detail, das werden wir ja gleich im Anschluss machen.
00:03:17: Das Urteil ist also zu unseren Gunsten ausgegangen und da wurde halt auch es natürlich ein sehr starker Spruch auch mit fast zwanzig Seiten Urteilsbegründung, wo natürlich auch sehr viel Inhalte drinnen stecken, die für uns interessant sind, aber natürlich auch für alle Anleger.
00:03:34: Und was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Punkte des Urteils?
00:03:38: Naja, es wird hier dann in Detail erörtert, welche Informationspflicht neben Plattformen haben, aber eins mal vorweg, weil das ist, glaube ich, auch ein Irrtum, den manche Anleger haben.
00:03:52: Die Plattform ist ja nie für das Anlageergebnis oder für das Investmentergebnis verantwortlich.
00:03:58: Also das heißt, die goldene Glaskugeln haben wir natürlich auch nicht.
00:04:02: Also wir wissen nicht, welche Investments gut performen oder welche schlecht sein werden.
00:04:09: Insofern steht eine Plattform auch nie für den Erfolg eines Investments ein.
00:04:14: Aber die Frage ist eben zum Zeitpunkt der Zeichnung selbst, welche Informationen haben wir da gelegt, welche Risiko-Hinweise haben wir da gelegt, welche notwendigen Entscheidungsgrundlagen haben wir eventuell oder gegebenenfalls dem Anleger vorbehalten.
00:04:32: Also es geht darum, lag alles am Tisch, was den Anleger in die Lage versetzt, zum Zeitpunkt seiner Zeichnung ein ordentliches Bild über den Sachverhalt zu bekommen und darauf dann seine Investmententscheidung zu begründen.
00:04:46: Das Gericht hat festgestellt, dass Dagobet-Invest kein Einlandengeschäft betreibt und alle Informationspflichten erfüllt hat.
00:04:53: Jetzt sind ja nicht alle Anleger, Juristen sowie du.
00:04:57: Was bedeutet denn das in einfachen Worten?
00:05:01: Das bedeutet, dass es in jedem Verfahren oder in jedem großen Verfahren, so wie dieses auch war, natürlich immer mehrere Angriffspunkte gibt.
00:05:09: Also das heißt, die Parteien stützen sich natürlich auf eine Fülle von Ansprüchen.
00:05:14: Wie gesagt, war das der Schadenersatz eigentlich das Hauptthema.
00:05:17: Und diese Geschichte mit dem einladen Geschäft, mit dem verbotenen einladen Geschäft, allenfalls war eben so ein Randthema, das auch nochmal kurz abgehandelt wurde.
00:05:27: Aber das ist auch schon in vielen anderen Verfahren.
00:05:31: vorher bestätigt wurden, dass eben eine Crowdinvesting-Plattform, die über die notwendigen Gewerbeberechtigungen verfügt hat.
00:05:40: Heute ist es ja keine Gewerbeberechtigung mehr, sondern eine Konzession bei uns in unserem Fall, aber eben dass eine Plattform, die über die Gewerbeberechtigungen verfügt hat, natürlich kein einladen Geschäft betrieben hat.
00:05:52: Insofern war es auch nicht verboten, logischerweise.
00:05:54: Also das heißt, wir haben natürlich ein sauberes Geschäftsmodell mit allen Berechtigungen, die wir dazu gebraucht haben.
00:06:00: Und wie bewertet das Gericht die Transparenz von qualifizierten Nachhangdarlehen und Risiko hinweisen, die über Dagobat in West bereitgestellt wurden?
00:06:09: Ja, das Gericht hat sich hier wirklich sehr im Detail, also wirklich mit der gesamten Vertragsdokumentation, mit dem Vermögensinformationsblatt, mit den Unterlagen zum Fernabsatz etc.
00:06:21: auseinandergesetzt.
00:06:22: und da geht es immer darum, ob eben die Qualität des qualifizierten Nachhangdarlehens sehr deutlich beschrieben wurde, was in unserem Fall eben war.
00:06:36: Also das heißt, unsere Dokumente beinhalten halt ausreichend deutlich hervorgehoben die Hinweise, was ein qualifiziertes Nachhangtalen ist, welche Risiken da eben drinnen stecken können und insofern gab es dann eben auch hier keinen Vorwurf.
00:06:53: dass wir hier schlecht kommuniziert hätten, auch im Vertrag, zum Beispiel steht schon ein großes Überschrift, qualifiziertes Nachhantalen.
00:06:59: Es gibt dann eben auch die entsprechenden Hervorhebungen, also da wurde in Detail darauf eingegangen, wie solche Verträge oder die Dokumente ausschauen sollen, damit sie eben nicht missverständlich für den Anleger sind.
00:07:11: Manche Anleger fragen sich ja, prüft Dago bei den Westen Projekten nicht genau genug.
00:07:17: Was sagt das Urteil dazu?
00:07:19: Da sagt das Urteil gar nichts dazu.
00:07:21: weil es sowieso klar ist, dass Plattformen grundsätzlich nicht für den Erfolg eines Investments einstehen können.
00:07:30: Denken Sie jetzt einmal an Fälle oder an Emissionen, die eine Laufzeit von zwei, drei oder sogar mehr Jahren, fünf Jahren haben.
00:07:38: Man kann letztendlich die Zukunft nicht vorhersehen.
00:07:41: Also das heißt, über die Qualität der Projektprüfung hat sich hier das Gericht nicht geäußert, weil das eigentlich auch kein Thema ist.
00:07:48: Es geht immer, wie gesagt, darum, Was ist zum Zeitpunkt der Investmententscheidung vorgelegt worden und wie deutlich war das?
00:07:56: Welche Verantwortung trägt Dagobert Invest und welche Verantwortung liegt beim Emittenten, also dem Projektentwickler selbst?
00:08:05: Der Emittent ist natürlich der Vertragspartner.
00:08:06: Also den treffen wir mal alle Verpflichtungen.
00:08:08: Also das heißt, der Emittent hat letztendlich den Vertrag und dann auch die Rückzahlungsverpflichtung und natürlich auch die Informationspflichten, die dazwischen liegen.
00:08:19: Also das ist, glaube ich, klar.
00:08:21: Und die weiterführende Frage ist, okay, welche Pflichten hat eben ... Ein Anlagevermittler?
00:08:30: und dazu wäre vielleicht auch nochmal zu sagen, also die Plattformen oder konkret Dagobert, also wir sind ja kein Anlageberater.
00:08:36: Ein Anlageberater würde anders agieren müssen, müsste ja ein Risikoprofil von einem Kunden erstellen, müsste sozusagen ein sehr genaues Bild von dem Anleger sich verschaffen, bevor er ein konkretes Produkt bewirbt.
00:08:52: Das machen wir ja nicht, also wir sind ja... von der Organisation oder vom Geschäftsmodell ein Schaufenster, wo verschiedene Anlagemöglichkeiten drinnen liegen und der Anleger selbst sucht sich eben eine Anlagemöglichkeit davon aus.
00:09:09: Das heißt, Dagobert ist mal kein Anlageberater, aber natürlich ist Dagobert den West als Plattformen Anlagevermittler und da treffen uns natürlich auch viele Hinweise, Pflichten und Risiko Hinweise.
00:09:25: die wir eben als Anlagevermittler machen müssen.
00:09:28: Das heißt aber auch, dass Investoren die Möglichkeit haben, also die Möglichkeit und das Recht, sich an den Immobilienentwickler, an den Emedenten zu wenden, wenn sie Fragen haben.
00:09:40: Ja, da hat der Anleger sogar die Pflicht, das dort mal zu machen und die Klagen, die jetzt dann bei uns landen.
00:09:45: Also ich sage nochmal, dass das ja nicht sehr viele sind, eine Hand voll.
00:09:51: Die schaffen wir dann eine Brücke, weil es diesen Emitenten oder diese Firma, Baufirma halt meistens nicht mehr gibt.
00:09:58: Das heißt, man versucht dann sozusagen über den Umweg zur Plattform zu kommen und sich dort schadlos zu halten.
00:10:05: Aber grundsätzlich kann man ja das so einfach sagen.
00:10:08: Also die volle Verpflichtung trifft einmal den Vertragspartner selbst und eben den Anlagevermittler treffen Offenlegungspflichten, die aber natürlich sich nur auf den Zeitpunkt der Zeichnung.
00:10:21: Wie würdest du die Rolle der Plattform grundsätzlich beschreiben?
00:10:24: Was kann und soll eine Crowdinvesting-Plattform leisten und was nicht?
00:10:34: Ein Ort, wo ich Anlagemöglichkeiten finde, und da müssen wir jetzt auch wieder dazusagen, okay, alte Welt, neue Welt, also in der alten Welt war ja das im Alt-FG alles geregelt.
00:10:44: In unserer neuen Weltzeit, September, XXIII, gibt es ja hier noch deutlich mehr Vorschriften durch die ECSP-Verordnung.
00:10:52: Und da geht es halt viel um die Frage, ja, wie muss präsentiert werden, immer dieser True-and-Fair-View, also das heißt, man darf nichts dazuerfinden, man darf nichts Wesentliches weggassen, man muss dem Kunden einfach eine Möglichkeit geben, die Situation gut beurteilen zu können, nämlich die Situation über die Anlage, die er tätigen möchte.
00:11:14: Und dann müssen natürlich die ganzen Formforschriften eingehalten werden, wie eben die Dokumente, Koherenzprüfungen zwischen der Kampagne und auch den Dokumenten.
00:11:23: Ja, also das ist sozusagen eine... eine Fülle von Aufgaben, die wir aus den verschiedenen Rechtsgebieten haben.
00:11:29: Da spielt die Regulierung eine Rolle, das Zivilrecht eine Rolle, natürlich auch das Unternehmensrecht eine Rolle, das Konsumentenschutzrecht eine Rolle, unernohnt und aus diesen ganzen Gemengenlagen an rechtlichen Vorschriften wird das dann eben so reduziert, dass man dann eben alle Informationen eben auf einem sechseitigen Anlagebasis-Informationsblatt plus.
00:11:53: zu gehörigen Dokumenten vorfindet und in Wirklichkeit über, wenn man schon registriert ist, auf der Plattform oder am Handy in fünf oder zehn Mausklicks eine Investition abschließen kann.
00:12:04: Also das ist die Aufgabe der Plattform.
00:12:07: Aber die Aufgabe der Plattform ist nicht quasi hinten nach dran zu bleiben, ob dieses Investment auch ein gutes war oder weil da haben wir auch gar keine Möglichkeiten dazu.
00:12:21: Also in dem Augenblick, wo diese Investition läuft und das Bauunternehmen ein Projekt umsetzt, ist es nicht mehr unter unserer Kontrolle, was dann passiert.
00:12:32: Wir sind dort nicht in der Geschäftsleitung, wir haben zwar die Verpflichtung Informationen zu veröffentlichen.
00:12:39: Aber das inkludiert nicht, dass wir die Informationen generieren können.
00:12:42: Also, wenn wir keine Informationen bekommen, können wir sie nicht weitergeben.
00:12:47: Wenn wir falsche Informationen bekommen, sondern letztendlich ist die ganze Fundingkampagne abgeschlossen ist und das Fundingkapital zugezählt ist.
00:12:57: Zurückzukommen auf das Urteil.
00:12:59: Was bedeutet dieses Urteil ganz konkret für Anleger, die über Plattformen wie Dargobatt Invest investieren?
00:13:06: Es bedeutet, dass oder das wäre eigentlich ein Wunsch von uns, dass wir sozusagen für unsere Dienstleistung beurteilt und bewertet werden sollten und nicht für ein Ergebnis, das eben von uns nicht beeinflussbar ist beziehungsweise nicht in unserer Hand liegt.
00:13:30: Also kurz gesagt, wie gesagt, diese Training von wer ist mein Vertragspartner, nämlich der Evident.
00:13:37: Okay, der schuldet mir natürlich alles, vor allem die Rückzahlung.
00:13:41: Und wer ist der Vermitter gewesen?
00:13:44: Okay, den treffen halt auch bestimmte Verpflichtungen, aber sie können jedenfalls davon ausgehen, dass wir allen Verpflichtungen... die wir erfüllen müssen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nachkommen.
00:13:57: Und zwar deswegen, weil das ja eben auch mittlerweile ein reguliertes Geschäftsmodell ist, wo auch die Finanzmarktaufsicht sich regelmäßig darüber berichten lässt bzw.
00:14:05: dass ja das Geschäftsmodell schon selbst in der Genesys approved hat.
00:14:09: Also da gibt es relativ wenig Möglichkeiten auszureiten.
00:14:13: Das heißt, man kann davon ausgehen, dass der Anlageprozess, die Zeichnung, die Abwicklung der Zahlung, die Verträge, die Aufbewahrung von Verträgen und so weiter, dass das alles gegeben ist, so wie es eben vorgeschrieben ist, wie Zewerser.
00:14:34: Sie können nicht davon ausgehen, dass wir als Plattform dafür verantwortlich sind, dass in drei Jahren oder in fünf Jahren das Geld wieder zurückkommt.
00:14:42: Es wäre schön, wenn wir das auch leisten könnten, aber wir können es weder rechtlich, natürlich noch wirtschaftlich.
00:14:51: Inwiefern hilft dieses Urteil, die Erwartungen und Rollen im Crowdinvesting zu klären?
00:14:58: Ja, ganz sicher.
00:14:58: Also die Anwälte sowohl von unserer Seite als auch von der Gegenseite und auch das Gericht sind schon davon ausgegangen, dass, wenn das ja jetzt auch Oberlandesgericht war, dass solche Urteile, die ja auch dann sehr umfassend ausgeführt sind, schon auch zur Rechtsfindung beitragen.
00:15:16: Weil natürlich gibt es hier viele... Gesetze, die da mehr oder weniger mitspielen.
00:15:23: Aber am Ende des Tages ist es natürlich schon die Rechtsprechung, die dann eben darüber urteilen muss, okay, wie schaut's denn da jetzt in dem konkreten Fall aus?
00:15:30: Nachdem wir das Plattform ein repetitives Geschäftsmodell haben und nicht in jedem Fall neue Verträge oder neue Dokumente oder eine neue Zeichnungsschiene erfinden, kann man davon ausgehen, dass das, wenn das einmal eben richtig gesattelt ist, dass es dann auch immer richtig gesattelt ist.
00:15:46: Wie sollte man künftig als Anleger mit Risiken umgehen?
00:15:49: Und worauf kann man sich bei Dagobet den West verlassen?
00:15:53: Ich komme wieder zurück auf diesen True and Fair View.
00:15:58: Man kann sich darauf verlassen, dass zum Zeitpunkt des Crowdfoundings alle Informationen, die uns zugänglich sind bzw.
00:16:09: die man haben kann, auch ganz einfach gegeben werden.
00:16:13: Man kann sich auch darauf verlassen, dass wir keine schlechten Nachrichten oder keine schlechten Zahlen weglassen.
00:16:21: dürfen wir nicht, nebenbei wir wollen es auch nicht.
00:16:23: Also das heißt zum Zeitpunkt der Zeichnung legen wir mit den Dokumenten und auch mit den Zahlen, die wir haben, die wir auch überprüft haben oder verifiziert haben, die liegen am Tisch und somit kann jeder Anleger, das ist auch der Zweck der Plattform, seine eigene Investment Entscheidung auf Basis der vorliegenden Informationen treffen.
00:16:47: Okay, aber wie oder beziehungsweise welche Projekte kommen dann auf die Plattform?
00:16:52: Ja, natürlich gibt es einen sehr strengen Auswahlprozess, also das heißt nicht jedes Projekt kommt eben auf die Plattform, weil über die gesetzlichen Vorschriften hinaus machen wir uns natürlich schon auch ein ganz genaues Bild über dieses Immobilienprojekt, also wo fängt es an, wo hört es auf, wie ist es geplant, wie sind die Geschäfte?
00:17:15: Pläne gerechnet, wie ist die grundsätzliche Investition darstellbar, wie ist die Rückzahlung darstellbar etc.
00:17:22: etc.
00:17:22: Also da gibt es einen mehr oder weniger auch schon seit vielen Jahren bestehenden Annahmeprozess, wo sich bei uns dann auch eigene Leute, ich selbst bin da auch dabei in einer Gruppe, immer mit jedem einzelnen Projekt genauso nachzusetzen und auch mal schauen, ob das grundsätzlich Sinn macht.
00:17:39: Also natürlich ist es nicht so, dass wir jedes x-beliebige Projekt nehmen, sondern das eine ist sozusagen ein Vorauswahlprozess, der ist aber nicht rechtlich oder gesetzlich geregelt, denn dann haben wir selbst geregelt, weil wir eben schauen wollen, okay, welche Projekte kann man machen oder welche nicht.
00:17:55: Und wie gesagt, dann gibt es den rechtlichen Teil, wofür sind wir dann rechtlich verantwortlich, ja eben über diese Authentischlegung von all Fakten, die notwendig sind.
00:18:05: Hat dieses Urteil eine Signalwirkung für die gesamte Branche?
00:18:10: Ja sicher auch, aber es ist ja nicht nur so, dass wir eine Hand voll Klagen haben, es gibt ja auch bei anderen Plattformen Klagen oder hat es schon gegeben, insofern gibt es auch eine Menge von Urteilen schon dazu, also ganz sicher werden das natürlich auch unsere Mitbewerber natürlich die Urteile wenn alle veröffentlicht, also das heißt das ist jetzt keine Geheimwissenschaft, sondern man kann das nachlesen und insofern ist es natürlich für jede Plattform sehr interessant, okay, was wurde in welchem Fall, wie entschieden und wo gibt es allenfalls auch irgendwie Themenstellungen, wo man nachschärfen muss im eigenen Ablochprozess.
00:18:49: Eine Frage noch zum Schluss, so deinem persönlicher Tipp.
00:18:52: Was sollten Anleger unbedingt tun, bevor sie investieren?
00:18:56: Also das... Aller wichtigste ist, glaube ich, auch unter den Crowdfunding-Plattformen einmal zu unterscheiden.
00:19:04: Es gibt ja diese zwei Welten, wie gesagt, qualifiziert es nach Handalen versus ECSP-Lizenz.
00:19:11: Und da macht schon nochmal einen großen Unterschied, ob man eben in der ICSB regulieren unterwegs ist oder im alten System.
00:19:17: Also das wäre schon nochmal das erste.
00:19:19: Und das zweite ist dann natürlich, es werden hier sehr viele Informationen zur Verfügung gestellt.
00:19:25: Und das ist auch beinharte Knochenarbeit, also so ein Anleger-Informationsplatz zu erstellen.
00:19:31: Also das ist jetzt kein Kinderfasching, sondern das ist wirklich, da sitzen einige Leute.
00:19:37: Ich würde sagen, ein paar Tage, um die notwendigen Informationen dort hineinzupacken.
00:19:42: Und es wäre eigentlich sehr gut, wenn man die Sachen lesen würde, weil dort steht eigentlich alles drinnen.
00:19:47: Allein nur in diesem eigenen Dokument.
00:19:49: Das ist ja auch so gedacht, dass es eben eine Übersicht ist.
00:19:52: Und insofern, glaube ich, kann man nicht irgendwie faul sein und sagen, okay, das schaut jetzt irgendwie schön aus, oder ist bei mir um die Ecke, oder es ist nicht, weil es Berlin ist, oder weil es München ist, oder weil es Wien ist.
00:20:04: Also man muss wirklich... Das Anlagebasis-Informationsblatt einmal durchlesen.
00:20:08: Das dauert wahrscheinlich zehn bis zwanzig Minuten.
00:20:11: Und dann habe ich eigentlich ein sehr klares Bild von dem, was hier abgeht bei diesem Investment.
00:20:17: Und
00:20:17: mit diesen Informationen kann ich, glaube ich, sehr gut eine Entscheidung treffen.
00:20:21: Ja, und wenn man es eben nicht nur einmal macht, sondern vielleicht sich fordert, ok, man macht es mehrfach, dann wird man auch mehrfach wahrscheinlich diese Anleger.
00:20:29: Basis-Informationsblätter lesen und dann wird man wahrscheinlich auch relativ rasch ein Gefühl entwickeln, was klingt besser oder was schaut besser aus und was schaut weniger gut aus möglicherweise.
00:20:40: Also man muss sich schon auch wirklich mit der Materie auseinandersetzen.
00:20:43: Man muss jetzt überhaupt kein Immobilien-Spezialist sein, weil das würde wahrscheinlich zu weit führen, aber diese... zur Verfügung gestellten Dokumentationen zu lesen, ist auf jeden Fall wertvoll.
00:20:56: Das ist ja auch genau das, was im Urteil dann letztendlich eines drinnen stand.
00:21:02: Nämlich ist es deswegen abgewiesen worden, weil wir eben ordentlich dokumentiert haben in allen Dokumenten und damit es eigentlich keine Missverständnisse hätte geben dürfen.
00:21:13: Natürlich, wenn jemand die Informationen, die wir liefern, nicht.
00:21:18: berücksichtigt oder nicht mal liest, aber dann kann der Plattform natürlich kein Vorwurf dafür gemacht werden.
00:21:23: Und wo finde ich das Anlegerbasisinformationsplattform auf der Website?
00:21:27: Ja, also das Anlegerbasisinformationsplattform findet man bei jedem Projekt.
00:21:33: Eigentlich nur registriert, sondern auf unserer Plattform, dann kann man eigentlich in die Details von jedem Projekt einsteigen und direkt in der Kampagnenseite findet man dann eben auch dieses andere Gebasis-Informationsblatt.
00:21:45: Wie gesagt, das ist normiert, eben sogar in der Regulierung, wie das ausschauen muss.
00:21:49: Das heißt, das schaut immer gleich aus mit den gleichen Inhalten.
00:21:52: Also die Inhalte variieren natürlich, aber die Formate sind genau die gleichen.
00:21:56: Also man findet sich da eigentlich recht gut zurecht, wenn man das schon mal zwei, drei Mal gelesen hat.
00:22:02: Wenn Sie jetzt die für Ihnen das Thema einsteigen möchten, werfen Sie gleich in den Blick ins Anleger Informationsblatt.
00:22:08: Gehen Sie dazu auf www.dagobertinwest.com, loggen Sie sich ein und lesen Sie die Unterlagen in Ruhe nach.
00:22:15: Und falls Sie noch nicht registriert sind, das geht in wenigen Klicks unverbindlich und unkompliziert.
00:22:21: Danke fürs Zuhauen und fürs Trampen bleiben!
Harald
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